Uli Bösking

Uli Bösking - Mandolinenspieler des Tages am 25. Oktober

Uli Bösking
Uli Bösking
Uli Bösking ist ein Musiker und Komponist aus Deutschland. Er arbeitet als Lehrer an einem Gymnasium in Bremen. Uli Bösking hat zunächst Geige, Bratsche und andere Streichinstrumente gespielt, auch elektrisch verstärkt. Nach einem Unfall konnte er nicht mehr Geige spielen und begann damit, elektrische Mandolen zu verwenden. Er spielt einige speziell für ihn angefertigte Instrumente. Uli Bösking hat viele Stücke komponiert. Mehrere Jahre spielte er zusammen mit dem Gitarristen Ralf Benesch als Duo "DosUlisses".

Musikalischer Stil

Klassik

Land

Deutschland

Instrument

Elektrische Mandoline und Mandola

Uli Bösking Mandoline Instrument des Jahres Mandolinenspieler des Tages

Uli Bösking

2007 begann ich eine "Spaßband" unter dem Namen DODECATS in der
Besetzung elektrische Oktavvioline (Baritonvioline), E-Bass &
Schlagzeug.

Als unser Bassist uns verließ, stieß Cellistin Lynda Cortis zu uns.
Ich ersetzte die Baritonvioline durch eine E-Bratsche und bemühte mich
um einen möglichst "fetten" Sound, indem ich in den folgenden
Kompositionen reichlich Gebrauch von Leersaiten als Bordunsaiten
machte. Der Oktavabstand der beiden Instrumente half mir dabei sehr.

Als nächstes verließ uns der Schlagzeuger und ich baute das Duokonzept aus.

2013 wechselte ich nach einem Trümmerbruch meines linken Handgelenks
zur elektrischen viersaitigen Mandola (c-g-d'-a') und begann für
Mandola & Klavier zu schreiben.

Wenig später begann eine enge Zusammenarbeit mit dem wunderbaren
Gitarristen Ralf Benesch unter dem Namen TELETELE.

Ich wollte die Stücke aus dem Programm für Cello & Bratsche
"mitnehmen", stieß dabei aber auf Probleme mit den verwendeten
Leersaiten und dem nicht vorhandenen Oktavabstand. Die Lösung war eine
unkonventionelle Besaitung meiner Mandola: e-b-f#'-c#'. Ich spielte
(natürlich) transponierende Noten / Stimmen.

Nach Ralfs Tod im Jahr 2019 kehre ich jetzt langsam zur Besetzung
Mandola & Klavier zurück.

Uli Bösking Mandoline Instrument des Jahres Mandolinenspieler des Tages
Uli Bösking Mandoline Instrument des Jahres Mandolinenspieler des Tages

Uli Bösking - Biografie bis 2012

Seit 1983 habe ich als Geigenlehrer gearbeitet, in vielen Bands gespielt, einige eigene Bands und Projekte gegründet, als Studio- und Bühnenmusiker für Theater und Tanztheater (Kresnik / Weber) gearbeitet und zeitgenössische / Neue Musik interpretiert - z. B. "wo gegen wart" von Friedemann Schmidt-Mechau und an Workshops teilgenommen (H.J. Hespos, P. Brötzmann u.a.).

Zwischen 1983 und 1986 habe ich meine ersten Songs für "Debil Agil"und "The Amnesia Vivace" geschrieben.

1989 nahm ich eine LP/CD mit meiner ersten eigenen Rockband "Virulent Violins" (CD/LP "Red and blue", Yellow/EFA) auf. Vom Titelsong "Red and blue" wurde ein Video produziert.

1992/93 spielte ich einige Gigs mit Blaine L. Reininger von "Tuxedomoon". Über diese Episode können Sie in der Biographie "Music For Vagabonds - The Tuxedomoon Chronicles" von Isabelle Corbisier (OpenMute; UK ISBN 987-1-906496-08-1) lesen.

In den End-90ern probierte ich eine Art Jazz-Salsa und nannte sie "Mozos Molones".

Seit 2001 vertone ich expressionistische deutsche Lyrik und zeitgenössische spanische Gedichte für mein Duo-Projekt "DosUlises".

Im selben Jahr bat ich Audiotechniker Manfred Reckmeyer, einen justierbaren magnetischen Geigentonabnehmer für mich zu entwickeln. Ergebnis: der "REBO" Tonabnehmer für Streichinstrumente.

2007 spielte ich das traditionelle griechische Lied "Misirlou" - bekannt aus dem Film "Pulp Fiction" - live in einer "dick-daleischen" Surfrock-Version. Am Bass Andy und am Schlagzeug Ray von "Velvetone".
Dies inspirierte mich, "Dodecats" zu gründen, ein Projekt, für das ich Instrumentalsongs für elektrische Baritonvioline, E-Bass und Schlagzeug schrieb, die Surfrock-Elemente, dodekaphonische Strukturen und Balkanelemente beinhalten.

2009 veränderten sich Besetzung (Viola / Cello / Schagzeug) und musikalische Sprache. Demos wurden aufgenommen.

2011 mutierten "Dodecats" zum Duo Viola & Cello, begleitet von weiteren Veränderungen der musikalischen Sprache.

Mein Instrument für "Dodecats" ist eine schwarze semiakustische Violine mit elektromagnetischem "REBO" Tonabnehmer, speziell angefertigtem eingebautem Vorverstärker und Batteriefach sowie "Pegheds" Wirbeln mit 4:1 übersetzenden Planetengetrieben. Besaitet als Viola (c & g: Thomastik "Dominant", d': Pirastro "Flexocor", a': D'Addario "Helicore").

Ich spiele meist einen Fender Blues Junior Röhrenverstärker. Keine Effekte. Nur Overdrive und Federhall aus dem Verstärker.

Uli Bösking Mandoline Instrument des Jahres Mandolinenspieler des Tages
Uli Bösking Mandoline Instrument des Jahres Mandolinenspieler des Tages
Uli Bösking Mandoline Instrument des Jahres Mandolinenspieler des Tages

MISTERIOSO

Das letzte Stück, das ich für meinen guten Freund, den Gitarristen Ralf Benesch & mich geschrieben habe - viel Impressionismus ...

GUIRI

GUIRI - ursprünglich durch die Klausur einer Schülerin inspiriert, hat sich dieses Stück mit der Zeit gewandelt und hat an Kraft & Witz gewonnen: Danke, Julia!!! - LG

Uli Bösking: "VIAJES" für E-Mandola & Klavier

Musikfolge mit GEMA- Werknummern:

00:00 DONA SANGRE [13503839]
04:34 MAREAO [10329001]
08:01 MISTERIOSO [29339318]
12:59 JÁBEGA [29339317]
17:23 SENHOR MUJE SUBINDO [12117910]
21:46 69 [11081474]
28:26 PLENILUNIO [13503832]
31:12 NANA MARINERA [29339315]
34:54 GUIRI [17113846]

Uli Bösking: E-Mandola
Roland Arndt: Klavier

MAREAO

DosUlises: "TeleTele":
Uli Bösking: Almuse Mandotele
Ralf Benesch: Telecaster

Andalusischer Herbst – er atmet schon kühler und etwas schärfer. Ich liege gestiefelt, in Jeans und mit warmer Oberbekleidung am Strand. Er bläst aber noch genügend verführerische würzig- ätherische Aromen in empfängliche Nasen, um das innere Auge frühe Sommernachmittage auf den Sand projizieren zu lassen. Die Lider auf Halbmast, erinnere ich den entspannt hauchenden Levantewind und empfindlich gerötete Schenkel und hole schnell ein Mahou aus dem Rucksack, als meine Nase rohes Meeresgetier aus der Luft fischt, während mein Auge sich im kaleidoskopischen Tunnel einer Welle zu verlieren droht. Das Meer blinzelt schalkhaft und wirft ein paar kleine gebrochene Akkorde an den Strand.

SENHOR MUJE SUBINDO

DosUlises: "TeleTele":
Uli Bösking: Almuse Mandotele
Ralf Benesch: Telecaster

Meine Partnerin hatte beim Baden im Meer begeistert mehrere 9- bis 12- köpfige “Horden” von mittelgroßen flink wuselnden Fischen in ihrer unmittelbaren Nähe gesichtet, die untypischerweise wenig Scheu vor’m Menschentier zeigten und für’s Sonnenlicht schwärmten. Die Schnuten über Wasser, kam sie ab und an sogar das Hüpfen an. “Muje” nannte sie unser Nachbar am Nachmittag nach meiner Beschreibung. Eine weitere Bezeichnung sei seiner Meinung nach “Tainha”, erzählte er mir, während meine Partnerin mit seinen zahlreichen Katzen spielte, deren eine die nächtliche Begleiterin seiner Angelexkursionen in die Steilküstenregionen der Zone ist und die sich stolz schnurrend an Fischers Bein rieb, als er uns den schwergewichtigen Robalo entgegenhielt, den er in der vergangenen Nacht geangelt hatte.

Südportugiesische Dorfdialekte zu verstehen fällt mir manchmal schwer, sodass ich dann doch im norddeutsch-heimatlichen Hafen mal Unterstützung zum Thema “maritime Sonnenschwärmer” im Netz suchte. Kaum hatte ich meine Frage im portugiesischen Anglerblog gestellt, erhielt ich von José Torres eine Mail, in der er die Aussage unseres Nachbarn im Urlaub bestätigte. “Liça” sei ein weiterer Name dieser Fische, die sich von Larven und Insekten an der Meeresoberfläche ernähren.

So bekam das Stück, das ich an jenem Urlaubstag an der Algarve am Wickel hatte, den Titel “Senhor Muje subindo” – Herr Muje steigt auf; frei ins Englische übertragen: “Mr. Mojo rising”.

CALIPSO MARANA (www.uli-boesking.de/teletele)

Die Musik zu den surrealen und aggressiven Szenen des Schultheaterprojekts "Auf der Suche nach Odysseus" (Gymnasium Horn, Bremen) schrieb ich 2014, nachdem ich mir das linke Handgelenk trümmergebrochen hatte - schlecht für einen Geiger. Also entwickelte ich ein freies dodekaphonisches System für Gitarre, das nur das Greifen auf den beiden unteren (e & a-) Saiten erfordert - gut für all meine Schülerinnen und Schüler, die bei unserem Projekt Gitarre spielen wollten und bisher noch keinen Zugang zu diesem Instrument hatten.

Herzlichen Dank und Grüße an Ali, der den Soundtrack zur Szene zur großen Begeisterung aller wahrnehmenden Menschen geliefert hat.

Dieses Jahr, 2015, habe ich diesen basic track zu einem Stück für elektrische viersaitige Mandoline mit Sonderstimmung (e-h-fis'-cis') und E-Gitarre gemacht. Telecaster E-Gitarre: Ralf Benesch - ¡Que aproveche!

Die Videoqualität dieses Clips ist miserabel - der bremer Bildungssenat will seine Schulen anscheinend schäbig dastehen lassen - Geld für eine Dokumentation gab es, allein eine geeignete Software, die mit den hochauflösenden Dateien etwas anfangen kann, fehlte. - Sorry, liebe Darstellerinnen & Darsteller, ich hoffe, ihr habt daraus gelernt, dass man Behörden grundsätzlich und ohne Abwarten fadenscheiniger Erklärungen in empfindliche Teile treten muss!

N° 7 - Efervescencia (© U. Bösking, 2014)

Uraufführung: Abiturfeier Gymnasium Horn 26.06.2014
Luca Diebold: Klavier
Ulrich Bösking: elektrische Altmandoline (Mandola)
Herzlichsten Dank für eine Lebensrettung an Instrumentenbauer Pete Mallinson (Almuse), Lincolnshire!

DosUlises / TeleTele 20.10.2018: 40 Jahre ABK

DosUlises (Ralf Benesch – Telecaster, Uli Bösking – MandoTele) spielen Werke aus ihrem Programm "TeleTele":
"Guiri", "69", "Burlería".
Jubiläum vierzig Jahre ABK – Arbeitskreis Bremer Komponistinnen und Komponisten in der Kulturkirche St. Stephani in Bremen.
Alle Kompositionen: Uli Bösking
Dank an Juan María Solare für den Videomitschnitt.

Die Musik von TeleTele klingt nach Roadmovie, riecht nach Jarmusch und totem Mann, riecht nach Wüste in den Kulissen von Almería, in die sich eine amerikanische Ur- E-Gitarre und eine befreundete englische E-Mandoline verirrt haben. Fata Morgana senkt schwermütig den Kopf - der Regen lässt ihr Mascara verlaufen - und blickt verführerisch auf Marc Ribot, der verkatert nach seiner Flasche kubanischen Rums tastet.
TeleTele schaffen instrumentale Klangwelten, die stilistisch schwer zu greifen sind, beim Hörer aber immer starke Bilder evozieren. Literarische und künstlerische Romantik mischt sich mit musikalischem Im- und Expressionismus, gewürzt mit vielen spannenden, manchmal recht scharfen Salsas.
Ralf Benesch und Uli Bösking arbeiten seit 2001 zusammen. Ihre Entwicklung ist seitdem eine Odyssee durch immer wieder neue Klanggefilde, die sie, beide bekennende Hedonisten, sehr genießen.
http://www.uli-boesking.de/teletele/

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