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Die Mandolinenschule von Marga Wilden-Hüsgen

Die Mandolinenschule von Marga Wilden-Hüsgen erschien 1986. Es war die erste moderne Mandolinenschule die in Deutschland erschienen ist.

Marga Wilden-Hüsgen entschied sich dafür die Spieltechniken der Mandolinenmeister des 18. Jahrhunderts zur Grundlage ihrer Pädagik zu machen. 

Anschlag

Der Unterricht beginnt mit dem Abschlag der für lange Zeit ausschließlich verwendet wird. Das Plektrum ist schräg gestellt sodass sich ein angelegter Anschlag ergibt. Die Gestaltung des Tones steht im Vordergrund der Methodik. 

Neben dem Spiel auf den leeren Saiten wird das Greifen der Töne in der ersten Fingerstellung (Halbtonschritt zwischen dem 2. und 3. Finger) durch Klopfübungen vorbereitet. Zuerst wird der Fünftonraum auf der a-Saite geübt, anschliessend der Fünftonraum auf der d-Saite. Der 4. Finger wird von Anfang an verwendet. Aus den beiden Fünftonräumen ergibt sich die komplette D-Dur Tonleiter (Seite 45). 

Es folgt der Fünftonraum auf der g-Saite (Seite 53) und die G-Dur Tonleiter, und schließlich die e-Saite (Seite 66) und die A-Dur Tonleiter.

Erst auf Seite 80 wird zum ersten Mal der Aufschlag verwendet, in der Folge wird der sogenannte Wechselschlag 2:1 eingeführt und geübt. Wieder geschieht dies bevorzugt an Hand von historischen Anschlagsarten der alten Meister.

Die Spielstücke 

Die Mandolinenschule von Marga Wilden-Hüsgen enthält Kinderlieder, Volkslieder und Originalstücke für Mandoline aus dem 18. Jahrhundert von P. Fouchetti, G. Lambranzi, P. Chédeville, P. Leone, D. Mancinelli und C. Cecere. Zu vielen Stücken gibt es eine zweite Stimme die ebenfalls vom Schüler gespielt wird oder für den Lehrer vorgesehen ist. 

Marga Wilden-Hüsgen hat 1984 bei einer Fernsehserie über die Musikinstrumente mitgemacht die von Siegfried Behrend produziert wurde. Hier ein Ausschnitt aus der Sendung über die Mandoline mit Marga Wilden-Hüsgen:

Marga Wilden-Hüsgen erzählt über die Geschichte der Mandoline - Fernsehsendung 1984

Lustige Weise aus der Mandolinenschule von M. Wilden-Hüsgen

Tanzlied - Nr. 76 aus der Mandolinenschule

Marga Wilden-Hüsgen war ab 1979 Dozentin für Mandoline an der Musikhochschule Köln, Standort Wuppertal. 1992 erhielt sie dort die erste Professur für Mandoline. 2007 wurde sie emeritiert.

Sie hat viele Mandolinistinnen und Mandolinisten ausgebildet und dazu beigetragen dass die Mandoline als klassisches Musikinstrument anerkannt wurde.

Die wichtigsten Informationen über Marag Wilden-Hüsgen findet man in der Wikipedia: Wikipedia Marga Wilden-Hüsgen